Demokratiewoche
Demokratie ist nicht nur ein Thema für den Politikunterricht – Demokratie lebt davon, dass Menschen mitreden, mitgestalten und Verantwortung übernehmen.
Genau darum geht es bei unserer Demokratiewoche an der Gesamtschule an der Knappenstraße. An mehreren Aktionstagen im September beschäftigen sich die Jahrgänge 5 bis 7 mit der Frage, was Demokratie bedeutet, wie sie in unserem Alltag sichtbar wird und wie man sich selbst für eine demokratische Gesellschaft einsetzen kann.
Future Days zum Thema Demokratie
Jahrgang 5:
Was bedeutet Demokratie?

Die Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrgangs setzten sich mit einer grundlegenden Frage auseinander: Was bedeutet Demokratie eigentlich? Gemeinsam beschäftigten sie sich mit Begriffen wie Mitbestimmung, Freiheit, Gleichberechtigung und Meinungsfreiheit und überlegten, wo ihnen Demokratie bereits in ihrem eigenen Alltag begegnet.
Dabei wurde schnell deutlich: Demokratie ist nicht nur etwas, das in Parlamenten oder bei Wahlen stattfindet. Auch in der Schule und im täglichen Miteinander geht es darum, anderen zuzuhören, unterschiedliche Meinungen auszuhalten und gemeinsam Entscheidungen zu treffen.
Jahrgang 6:
Besuch des Oberbürgermeisters

Für den 6. Jahrgang wurde Demokratie ganz unmittelbar erlebbar: Oberbürgermeister Thorsten Berg besuchte unsere Schule und stellte sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler.
Bei einer gemeinsamen Fragerunde in der Aula konnten die Jugendlichen ganz unterschiedliche Themen ansprechen. Die Fragen reichten von persönlichen Einblicken in den Arbeitsalltag und die Aufgaben eines Oberbürgermeisters bis hin zu ganz konkreten Fragen aus dem Lebensumfeld der Schülerinnen und Schüler – beispielsweise zur Sicherheit in Schulbussen.
So entstand ein abwechslungsreicher und offener Austausch, bei dem die Schülerinnen und Schüler einen direkten Einblick in kommunale Politik und die Arbeit eines Oberbürgermeisters erhielten. Gleichzeitig konnten sie erfahren, dass demokratische Beteiligung auch bedeutet, Fragen zu stellen und Anliegen anzusprechen, die den eigenen Alltag betreffen.
Jahrgang 7:
Im Gespräch mit Wegbereiter:innen

Im 7. Jahrgang stand das soziale und demokratische Engagement in Oberhausen im Mittelpunkt. Verschiedene „Wegbereiter*innen“ besuchten die Schülerinnen und Schüler und berichteten von ihrem Engagement, ihren Aufgaben und ihren persönlichen Erfahrungen.
Zu Gast waren die Hannah und Milena aus der Radaktion der Demokratiezeitung, Vertreterinnen der Omas gegen Rechts, Jeldrik Stein und Maren Kronenberg vom Kommunalen Integrationszentrum sowie Pascal Jaculy vom Queeren Jugendzentrum.
In kleinen Gesprächsrunden kamen die Jugendlichen direkt mit den Gästen ins Gespräch. Dabei ging es um ganz unterschiedliche Fragen: Was genau macht ihr in eurem Job? Warum engagiert ihr euch? Wie kann man selbst aktiv werden? Und welchen Herausforderungen begegnet ihr in eurem Alltag?
15. September 2026: Gemeinsam für Demokratie im Rathaus
Am 15. September 2026 beteiligten wir uns gemeinsam mit den anderen Oberhausener Schulen an einem großen Demokratietag im Rathaus.
Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt von fünf Schülerinnen aus dem 6. und 7. Jahrgang: Maryna (6b), Chloe (7b), Stella, Josephine und Abigail (7d) standen auf der Bühne und präsentierten eine Szene aus der Theater-AG von Moritz.
Die Schülerinnen hatten die Szene bereits vor den Sommerferien speziell für diesen Tag einstudiert. Nach der Schulband des Elsa-Brandström-Gymnasiums waren sie als zweiter Schulbeitrag an der Reihe. In ihrer Szene setzten sie sich mit einem wichtigen Thema auseinander: Rassismus und Ausgrenzung – und der Frage, wie wir damit umgehen können. Die Schülerinnen zeigten, wie wichtig es ist, rassistischen Vorurteilen entgegenzutreten, sie zu hinterfragen und über ihre Auswirkungen aufzuklären.
Trotz einiger kurzfristiger Änderungen nach dem Soundcheck präsentierten die fünf Jungschauspielerinnen ihre Szene lebendig und mitreißend vor mehreren hundert Zuschauer*innen. Auf diesen gelungenen Beitrag können sie mit Recht stolz sein!
Im Anschluss an das Bühnenprogramm führten unsere Schülerinnen und Schüler die Besucher*innen durch die Ausstellung im Rathaus und konnten dabei ihre Schule und ihre Projekte präsentieren.
18. September 2026 „Voll motiviert“ mit Osman Citir

Ein weiteres Highlight unserer Demokratiewoche war am 18. September die Bühnenveranstaltung „Voll motiviert“ mit Osman Citir in unserer Aula.
Mit viel Humor, Energie und vor allem großer Empathie nahm Osman Citir die Schülerinnen und Schüler von Beginn an mit. In einem interaktiven Stand-up-Teil bezog er das Publikum direkt ein und sorgte schnell für eine offene und aufmerksame Atmosphäre.
Im Mittelpunkt seines Programms standen jedoch nicht nur Unterhaltung und Humor. Osman Citir sprach auch sehr persönlich über schwierige Phasen und Wendepunkte in seinem eigenen Leben. Dabei erzählte er davon, dass es Situationen geben kann, in denen man vor der Entscheidung steht, aufzugeben oder weiterzukämpfen.
Seine Botschaft an die Jugendlichen war dabei klar und motivierend: Jeder Mensch hat Möglichkeiten, sein eigenes Leben zu gestalten und etwas aus seinen Chancen zu machen. Dabei begegnete er den Schülerinnen und Schülern auf Augenhöhe und verzichtete bewusst auf erhobene Zeigefinger.
Der Satz „Du kannst es schaffen. Es liegt an dir.“ zog sich als roter Faden durch die Veranstaltung und sollte die Jugendlichen dazu ermutigen, an sich selbst zu glauben, Herausforderungen anzunehmen und die eigenen Möglichkeiten zu nutzen.
Die Veranstaltung verband damit auf besondere Weise Motivation, persönliche Entwicklung und Selbstwirksamkeit und passte somit hervorragend zu unserem Future-Day- und Demokratiewochen-Schwerpunkt: Junge Menschen sollen erleben, dass ihre Stimme zählt, dass sie Einfluss nehmen können und dass sie ihre Zukunft selbst mitgestalten können.
22. September 2026: Die „Säulen der Demokratie“ auf Burg Vondern





Den Abschluss unserer Demokratiewoche bildete am 22. September eine weitere gemeinsame Aktion verschiedener Oberhausener Akteur*innen auf der Burg Vondern.
Unsere Schule wurde dabei durch die Schülervertretung vertreten. Mit dabei waren Sophia (6e), Sofia und Samuel (6f), Holly, Helene und Mila (7a), Lenn und Anna (7b) sowie Johanna (7c).
Die Besucher*innen erwartete ein buntes Programm mit Redebeiträgen für Vielfalt und Toleranz, zahlreichen Mitmachaktionen und einem abwechslungsreichen Musikprogramm.
Im Mittelpunkt unseres Beitrags standen die „Säulen der Demokratie“, ein Kunstprojekt unserer Schülerinnen und Schüler. Die Säulen beschäftigen sich mit verschiedenen Seiten der Demokratie: mit demokratischem Zusammenleben, Mitbestimmung und gesellschaftlichem Engagement, aber auch mit Gefahren, denen Demokratie ausgesetzt ist.
Die Schülerinnen und Schüler stellten ihr Kunstwerk selbst vor und hielten dazu eine eigens vorbereitete Rede.
Sie machten deutlich, was Demokratie für sie bedeutet: Mitreden, mitbestimmen, frei sein, andere respektieren und Verantwortung übernehmen.
Sie erklärten, welche Rolle Mitbestimmung an unserer Schule spielt und wie sich die Schülerinnen und Schüler beispielsweise über die SV für ihre Interessen einsetzen können.
Auch das Engagement der GKS als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wurde thematisiert. Die Schülerinnen und Schüler machten deutlich, dass Demokratie für sie auch bedeutet, sich gegen Rassismus und Ausgrenzung einzusetzen und Verantwortung für andere zu übernehmen.
Unterstützt wurden sie bei der Gestaltung der Säulen auch von unseren Schulpatinnen Ana und Susanne. Ihre Gedanken zur Demokratie wurden ebenfalls Teil der Präsentation.Am Ende stand eine Botschaft, die sich wie ein roter Faden durch unsere gesamte Demokratiewoche zog: „Mitreden. Mitbestimmen. Frei sein. Andere respektieren. Verantwortung übernehmen.“
Demokratie geht uns alle etwas an!
Schülerinnen und Schüler konnten nicht nur über Demokratie sprechen, sondern sie erleben, hinterfragen und selbst mitgestalten.
Ob im Gespräch mit dem Oberbürgermeister, im direkten Austausch mit engagierten Menschen aus Oberhausen, auf der Bühne im Rathaus, bei der motivierenden Veranstaltung mit Osman Citir oder bei der Präsentation der „Säulen der Demokratie“ auf Burg Vondern – überall wurde deutlich:
Demokratie beginnt vor Ort. Sie beginnt in unserer Schule, in unserer Stadt und bei jedem einzelnen Menschen.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Gästen, Akteur*innen, Kolleg*innen und natürlich bei unseren Schülerinnen und Schülern, die unsere Demokratiewoche mit ihrem Engagement, ihren Fragen und ihren Ideen zu etwas Besonderem gemacht haben.
Denn Demokratie ist nicht selbstverständlich. Demokratie lebt davon, dass Menschen sich einmischen, ihre Stimme nutzen, anderen zuhören und sich für andere einsetzen.
Demokratie geht uns alle etwas an – auch uns als Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule an der Knappenstraße.
